
Ratgeber
Die Rechengrößen eines Rentenbescheids, die Fristen und die Zeiten im Versicherungsverlauf: jede mit ihrer Fundstelle und den Zahlen, mit denen gerechnet wird.
Die Tabellen sind nicht abgeschrieben. Sie werden beim Bauen aus derselben Datensammlung gerechnet, mit der wir Bescheide nachrechnen. Jede Zeile trägt die amtliche Quelle und das Datum, an dem sie zuletzt gegen diese Quelle geprüft wurde. Ein Wert, der noch nicht geprüft ist, steht nicht in der Tabelle, sondern wird darunter als offen gezählt.
Wenn etwas nicht stimmt
Wo eine Abweichung im Bescheid sitzen kann, wie lange ein Bescheid angreifbar bleibt und was nach Ablauf der Frist noch möglich ist.
Wenn der Rentenbescheid falsch rechnet
Der Betrag im Bescheid ist das Produkt aus vier Größen, und vor der Multiplikation liegt ein Versicherungsverlauf mit hunderten Zeilen. Eine Abweichung kann an jeder dieser Stellen sitzen, und sie wirkt an jeder anders.
Stand: 17.09.2026
Die Frist für den Widerspruch
Die Frist beträgt einen Monat; nur beginnt sie nicht am Tag des Bescheids, und sie endet nicht immer an dem Tag, den man erwartet. Die Rechnung hat fünf Schritte, und jeder steht in einer anderen Vorschrift.
Stand: 21.09.2026
Der Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X
Nach einem Monat ist ein Rentenbescheid bestandskräftig. Überprüfbar bleibt er trotzdem, und was dann noch nachgezahlt wird, hängt nicht am Tag des Antrags, sondern am Jahr, in dem er gestellt wird.
Stand: 21.09.2026
Besteuerungsanteil der Rente
Wie viel einer Rente steuerpflichtig ist, entscheidet ein einziges Datum: das Jahr, in dem sie begann. Danach bleibt der steuerfreie Teil als Eurobetrag stehen, und jede Erhöhung ist voll steuerpflichtig.
Stand: 02.10.2026
Witwenrente: Freibetrag und Einkommensanrechnung
Eigenes Einkommen kürzt die Witwenrente nicht Euro für Euro. Zuerst geht eine Pauschale ab, dann ein Freibetrag, der mit jedem 1. Juli steigt, und vom Rest zählen 40 Prozent.
Stand: 17.09.2026
Die Größen der Rentenformel
Die vier Faktoren des § 64 SGB VI, jeder für sich: woher sein Wert kommt, in welcher Tabelle er steht und womit er sich vergleichen lässt.
Der Rentenartfaktor
Bei voller Erwerbsminderung 1,0, bei teilweiser 0,5: Derselbe Verlauf ergibt die halbe Rente. Der Rentenartfaktor ist die Größe im Bescheid, die am schnellsten geprüft ist; sie hat je Rentenart genau einen zulässigen Wert.
Stand: 18.09.2026
Der aktuelle Rentenwert
Ein Entgeltpunkt ist im Monat genau so viel wert wie der aktuelle Rentenwert. Er wird jedes Jahr zum 1. Juli neu festgesetzt, und im Bescheid steht der Wert, der zum Rentenbeginn galt, nicht der von heute.
Stand: 18.09.2026
Altersgrenze und Abschlag
Der Abschlag nach § 77 SGB VI rechnet gegen eine Grenze, und es gibt drei davon. Welche im Bescheid steht, entscheidet über jeden Monat, der mit 0,3 Prozent zu Buche schlägt.
Stand: 17.09.2026
Entgeltpunkte und Durchschnittsentgelt
Wer in einem Jahr genau das Durchschnittsentgelt verdient hat, bekommt dafür einen Entgeltpunkt. Alles andere ist derselbe Dreisatz, mit einer Falle in den Jahren vor 2002.
Stand: 17.09.2026
Abzüge von der Rente: Kranken- und Pflegeversicherung
Zwischen Brutto und Zahlbetrag liegen bei pflichtversicherten Rentnern genau zwei Posten. Beide lassen sich nachrechnen, wenn man weiß, wer welche Hälfte trägt und ab wann ein neuer Satz gilt.
Stand: 17.09.2026
Zeiten im Versicherungsverlauf
Die Zeilen vor der Multiplikation: welche Zeiten einen Entgeltpunkt tragen, welche keinen, und wie viele Monate das Gesetz für sie vorsieht.
Fehlende Kindererziehungszeiten
36 Kalendermonate je Kind ab 1992, 30 für ein früher geborenes, und jeder davon hat einen im Gesetz festgeschriebenen Wert. Ob sie im Verlauf stehen, sieht nur, wer weiß, wonach er sucht.
Stand: 18.09.2026
Der Zuschlag für langjährige Versicherung
33 Jahre mit Grundrentenzeiten sind die Schwelle, 35 der volle Höchstwert. Was dazwischen passiert, ist eine Verdopplung mit Deckel, und wer den Deckel von unten erreicht hat, bekommt nichts.
Stand: 18.09.2026
Die Umrechnung nach Anlage 10
Ein Verdienst im Beitrittsgebiet wird erst hochgerechnet und dann durch das Durchschnittsentgelt geteilt. Der Wert dafür steht in Anlage 10 zum SGB VI: für jedes Jahr ein anderer, und für 1990 gleich zwei.
Stand: 17.09.2026
Anrechnungszeiten für Schule und Studium
Eine Zeit kann im Versicherungsverlauf stehen, ohne einen Entgeltpunkt zu tragen. Bei Schule und Studium ist genau das der Fall, und für die Rente nach 45 Jahren zählen sie gar nicht mit.
Stand: 18.09.2026
Wehr- und Zivildienst in der Rente
Für die Rente zählt beim Wehr- und Zivildienst nicht der Sold, sondern der Zeitraum. Drei Regeln gelten nacheinander, und für jede lässt sich ausrechnen, was ein Dienstjahr im Versicherungsverlauf tragen muss.
Stand: 17.09.2026
45 Jahre Wartezeit: was zählt und was nicht
Wer 45 Jahre versichert war, hat nicht automatisch 45 Jahre Wartezeit. Das Gesetz zählt nur bestimmte Monate, und gerade die letzten zwei Jahre vor der Rente haben ihre eigenen Regeln.
Stand: 17.09.2026
Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente
Eine Erwerbsminderungsrente rechnet mit Jahren, in denen niemand gearbeitet hat: Das Gesetz tut so, als wären bis zu einem festen Alter weiter Beiträge geflossen. Wie lange, hängt am Jahr des Rentenbeginns.
Stand: 18.09.2026
17 Seiten in 3 Abteilungen. Jede nennt oben das Datum, an dem die Werte zuletzt gegen die amtliche Quelle gehalten wurden, und unter jeder Tabelle die Fundstelle selbst.